Kenne deine Hardware: Warum CPU, RAM und GPU beim Zocken entscheiden
In meinem letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, wie wichtig aktuelle Updates sind. Aber Hand aufs Herz: Das beste Update bringt nichts, wenn dein Smartphone unter der Haube nicht die nötige Power hat. Damit du bei neuen Spiele-Empfehlungen auf nvagaming.de sofort weißt, ob dein Gerät das packt, schauen wir uns heute mal das „Gehirn“ deines Handys an.
Du musst kein Technik-Profi sein, aber drei Begriffe solltest du kennen, um Frust beim Gaming zu vermeiden.
1. Die CPU (Der Prozessor) – Das Gehirn
Die CPU ist der Chef im Ring. Sie berechnet alles, was im Spiel passiert: die Logik, deine Eingaben und wie TalkBack darauf reagiert.
Warum wichtig? Wenn die CPU zu schwach ist, reagiert das Spiel verzögert auf deine Gesten. Ein schneller Prozessor sorgt dafür, dass zwischen deinem Tippen und der Reaktion des Spiels keine Ewigkeit vergeht.
2. Der RAM (Arbeitsspeicher) – Das Kurzzeitgedächtnis
Der RAM speichert die Daten, die das Spiel jetzt gerade braucht.
Warum wichtig? Moderne Spiele sind hungrig. Wenn dein RAM voll ist, fängt das Spiel an zu ruckeln oder stürzt sogar ab.
Mein Richtwert: Für flüssiges Gaming unter Android empfehle ich dir 2025 mindestens 8 GB RAM. Mit weniger (z. B. 4 GB) kommen viele aktuelle Titel schnell an ihre Grenzen.
3. Die GPU (Grafikeinheit) – Der Künstler
Die GPU ist spezialisiert auf Bilder und Animationen. Auch wenn wir viele Spiele über das Gehör spielen, berechnet das Handy im Hintergrund trotzdem die Grafik.
Warum wichtig? Eine starke GPU entlastet die CPU. Das sorgt dafür, dass dein Handy nicht so schnell heiß wird und der Akku beim Zocken länger durchhält.
Woher weiß ich, was in meinem Handy steckt?
Du musst dein Handy dafür nicht aufschrauben! Ich nutze dafür meistens kleine Tools wie „CPU-Z“ oder „Device Info HW“ (beide gut mit TalkBack bedienbar). Dort kannst du unter dem Reiter „System“ oder „SOC“ genau sehen, was verbaut ist.
Mein Tipp: Bevor du dir ein neues Spiel kaufst, wirf einen kurzen Blick in die Systemvoraussetzungen im Play Store. Wenn dort „6 GB RAM“ steht und du nur 4 GB hast, spar dir lieber das Geld.
Fazit: Wissen ist Power
Wenn du deine Hardware kennst, weißt du genau, warum ein Spiel vielleicht hakt – und ob es am Spiel liegt oder ob dein treuer Begleiter langsam in den Ruhestand gehen möchte. Auf nvagaming.de versuche ich bei meinen Tests immer anzugeben, auf welcher Hardware ich getestet habe, damit du einen Vergleich hast.
Quick-Guide: So checkst du deine Hardware mit CPU-Z
Damit du nicht lange in den verschachtelten Android-Einstellungen suchen musst, empfehle ich dir die App CPU-Z. Sie ist kostenlos, sehr klein und lässt sich hervorragend mit dem Screenreader bedienen.
So gehst du vor:
Lade die App: Suche im Google Play Store nach „CPU-Z“ und installiere sie.
Öffne die App: Du landest direkt auf dem ersten Tab namens „SOC“ (System on a Chip).
Hier liest dir TalkBack direkt ganz oben den Namen deines Prozessors (CPU) vor (z. B. „Snapdragon 8 Gen 2“).
Check den Arbeitsspeicher: Wische nach rechts zum Tab „Device“.
Suche nach dem Punkt „Total RAM“. Hier siehst du, wie viel Arbeitsspeicher dein Gerät insgesamt hat. Achte darauf, was bei „Available RAM“ steht – das ist das, was für deine Spiele noch übrig ist.
Die Grafikpower: Bleib im Tab „Device“ und suche nach „GPU Renderer“. Dort steht der Name deiner Grafikeinheit (z. B. „Adreno“ oder „Mali“).
Mein persönlicher Tipp: Mach dir einen Screenshot von der „Device“-Seite oder notiere dir die wichtigsten Werte. Wenn du mal ein Problem mit einem Spiel hast und im Netz (oder bei mir) nach Hilfe fragst, sind das genau die Infos, die man braucht, um dir schnell zu helfen.
„Mit CPU-Z hast du den Röntgenblick für dein Smartphone – schnell, einfach und barrierefrei.“
