Mehr Power fürs Gaming: Warum du Hintergrund-Apps schließen solltest (und wie du den Autostart bändigst)
Wenn ich auf meinem Smartphone zocke, möchte ich die bestmögliche Performance – keine Ruckler, keine Verzögerungen bei TalkBack und keine plötzlichen Frame-Einbrüche. Ein einfacher Trick, den ich immer wieder anwende und den ich dir nur ans Herz legen kann, ist: Schließe alle Apps, die du gerade nicht brauchst.
Vielleicht denkst du dir: „Mein Handy hat doch genug Arbeitsspeicher!“ Aber als jemand, der viel testet, kann ich dir sagen: Jede offene App im Hintergrund knabbert ein kleines bisschen an der Leistung, die deinem Spiel am Ende fehlen könnte.
Was passiert eigentlich im Hintergrund?
Auch wenn du eine App gerade nicht aktiv nutzt, ist sie oft nicht wirklich „aus“. Sie macht im Verborgenen weiter:
Arbeitsspeicher (RAM) wird belegt: Spiele brauchen so viel RAM wie möglich. Wenn Facebook, der Browser und drei Messenger im Hintergrund den Speicher belegen, muss das System ständig Daten umschichten. Das sorgt für die typischen „Gedenksekunden“.
Prozessor-Last: Manche Apps synchronisieren Daten oder suchen im Hintergrund nach Updates, während du eigentlich gerade versuchst, einen Highscore aufzustellen.
Akku & Hitze: Mehr Aktivität bedeutet mehr Energieverbrauch. Dein Handy wird wärmer, und wenn es zu warm wird, drosselt das System automatisch die Geschwindigkeit.
Der Profi-Trick: Apps am Autostart hindern
Es ist nervig, nach jedem Neustart des Handys erst einmal alle Apps manuell schließen zu müssen. Deshalb gehe ich einen Schritt weiter und hindere unnötige Apps daran, überhaupt von alleine zu starten. So machst du es:
Die App-Info nutzen: Halte das Symbol einer App (die nicht von selbst starten soll) gedrückt und wähle „App-Info“ (oder das kleine „i“-Symbol).
Akkunutzung verwalten: Suche nach dem Punkt „Akkunutzung“ oder „Akku“. Hier kannst du oft die „Hintergrundaktivität einschränken“.
Autostart-Manager (modellabhängig): Viele Hersteller wie Samsung, Xiaomi oder OnePlus haben in den Einstellungen unter „Apps“ oder „Sicherheit“ einen eigenen Punkt namens „Autostart“. Dort kannst du einfach die Schalter bei den Apps umlegen, die nicht ungefragt im Hintergrund mitlaufen sollen.
Entwickleroptionen (für Fortgeschrittene): Wenn du die Entwickleroptionen freigeschaltet hast, kannst du dort unter „Hintergrundprozess-Limit“ sogar festlegen, wie viele Apps maximal gleichzeitig im Hintergrund aktiv sein dürfen. Aber Vorsicht: Standardmäßig ist „Standardlimit“ meistens die beste Wahl für den Alltag.
Mein Tipp für ein flüssiges Erlebnis
Bevor ich eine Gaming-Session starte, mache ich meistens einen kurzen „Hausputz“: Ich nutze die „Alle beenden“-Funktion in der Übersicht der letzten Apps und verlasse mich darauf, dass meine Autostart-Einstellungen dafür sorgen, dass der Speicher auch leer bleibt.
Gerade wenn wir mit Screenreadern wie TalkBack spielen, ist es wichtig, dass das System stabil läuft. Ein überlasteter Arbeitsspeicher kann dazu führen, dass die Sprachausgabe verzögert reagiert – und beim Gaming ist Timing alles!
Fazit: Gib deinem Spiel den Vorrang
Es dauert nur zwei Sekunden, die Hintergrund-Apps zu schließen oder einmalig den Autostart zu konfigurieren, aber der Unterschied kann gewaltig sein. Du wirst merken, dass alles ein Stück runder läuft.
„Gönn deinem Handy eine Pause von Multitasking, damit es sich voll auf dein Spiel konzentrieren kann. Deine Performance wird es dir danken!“
